Die Mission als Mensch erkennen und erfüllen - Gottfried Mayerhofer

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Die Neuoffenbarung Jesu - Wegbereiter für eine neue Ära der Menschheit


6. Die Mission als Mensch erkennen und erfüllen

6.1. Ein wahrer Jünger Jesu werden

„Nachdem ein Vater, so wie Ich es sein will und auch bin, vor seinen Kindern keine Geheimnisse haben soll, damit die Kinder, je mehr der Vater ihnen seine weisen Einrichtungen zeigt, durch Achtung vor ihm gezwungen, ihn auch mehr lieben werden, so will Ich von Zeit zu Zeit euch in diese Werkstätte Meiner unendlichen Macht einen Blick werfen lassen, damit ihr immer mehr erkennen mögt, wer Der ist, der an euch so viele Gnaden austeilt, und was es heißt von Gott belehrt zu werden, wo doch schon mancher auf eurer Erde glaubt wunder, was er ist, wenn er sich rühmen kann, er sei der Schüler von dem oder dem großen Gelehrten oder Künstler. Umso mehr müsstet ihr euch einbilden, wenn ihr bedenkt, dass Ich, der Herr alles Geschaffenen, Mich herabgelassen habe in Meiner väterlichen Liebe, euch als Schüler zu unterrichten. Da aber in Meiner Schule nicht Stolz als erster Grundsatz, sondern nur die Demut als solcher aufgestellt ist, so will Ich euch eben deswegen noch manches sagen über Meine große Schöpfung und hoffe, dass ihr ob des Erlernten nicht stolz, sondern nur stets demütiger werdet.“ [Sg.01_003,04-06]

„Und nun, wo Mein zweites Kommen nahe ist, gebe Ich Mich wieder durch Meine Knechte und Mägde, durch Meine Schreiber und Sprecher kund, um den Menschen aufs Neue Meine Liebe zu ihnen zu offenbaren, sie zu leiten und zu führen, damit sie den Weg und das Ziel und ihre geistige Aufgabe als Menschen nicht verfehlen mögen.“ [PH.01_046, Auszug]

„Dein Bruder kann überzeugt sein, dass es Mir ganz gleichgültig ist ob er glaubt, dass alle diese Mitteilungen, die er bis jetzt durch dich bekommen und gelesen hat, von Mir herrühren oder nicht; wenn er nur, was in diesen Mitteilungen euch allen gegeben ist, befolgen würde, so glaube Ich, es würde dann bald in seinem Gemüt so viel Licht werden, dass er den rechten Geber schon herausfinden könnte. Dass Ich gerade euch hier diese Gnade angedeihen ließ, ist ganz einfach: Nur den, der Mich sucht, und auf dem Weg, wie Ich es will, nur von dem lasse Ich Mich finden. Wer Mich um Brot bittet, dem gebe Ich selbes, aber nachtragen will Ich niemand eine Kost, die er für den Augenblick nicht nötig zu haben glaubt. Ihr müsst aber nicht glauben, dass ihr jetzt, weil ihr diese Gnade genießt, schon wiedergeborene und fehlerfreie Menschen seid! O nein! Nicht im Mindesten deswegen erlangt ihr diese Gnade, nein, da wärst du in großer Irre. Ihr seid alle noch voller Fehler, fehlt tagtäglich, seid noch weit weg wiedergeboren zu sein. Nur eines habt ihr vor vielen voraus, und das ist, dass es euch ernst ist, Menschen und auch Meine Kinder zu werden, wie es eure Mission und Mein heiligster Wunsch ist. Deswegen greife ich euch unter die Arme, unterstütze euch, und helfe so dem schwachen Kind die Stufenleiter, und zwar die einzige zu Mir, leichter erklimmen. Zu diesem Zweck sind alle diese Mitteilungen. Beharrung führt zum Ziel! Harrt aus! Und auch du wirst am Ende schon sehen, wie viel Wahres und Falsches an allen diesen Mitteilungen klebt, und ob selbe von Mir oder von einem Engel gegeben, und ob, wenn du selbe genau befolgst, diese Befolgung dich vom oder zum Endziel geführt hat. Es ist aber ein unerschütterlicher Glaube nötig, ja zu vielem ist er der einzige Grundbau. Du glaubst an eine andere Welt, denn sehen kannst du sie nicht. Du glaubst an einen Einfluss höherer Geister, auch diese kannst du nicht fühlen. Du glaubst an Meine Existenz, und doch siehst du Mich nicht. Du glaubst an ein Fortleben in einem anderen Geisterreich, und die faktischen Beweise davon, wenn vielleicht auch im Einzelnen, aber im Ganzen, hast du nicht. Und so ist der erste Grund der Glaube, ohne den ein weiteres Aufbauen eines geistigen Systems unmöglich ist. Mangelt dir der Glaube, so hilft alles Beweisen nichts, denn es sind Worte in den Wind gesprochen. Glaubst du also, diese Worte kommen direkt aus Meinem Mund, und hat dieser Glaube auf dich einen besonderen Einfluss, so richte deine Taten und Werke danach ein. Glaubst du, es sei ein anderer Geist, der dir sagt, wie du Mein Kind werden kannst, so lass den Engel Engel sein, und wenn du in ihm ein höheres Wesen erkennst, so suche wenigstens durch die Befolgung Meiner Lehre einst das zu werden, was jener schon wäre, das heißt ein tüchtiges Werkzeug für Meine unerforschlichen Ratschläge und Pläne! Dieses zu deiner Danachachtung, amen.“ [NTS.41_70. 09.29]

„In jener Zeit gehörten zu Meiner direkten Nachfolge so manche persönliche Opfer dazu, welche heutzutage sich in geistige Enthaltungsregeln verwandeln. In jener Zeit war Mein Ich als Person unter Meinen Jüngern und Aposteln wandelnd ein starker Zug und ein großer Hebel für alle, welcher euch heute gänzlich fehlt; dort sahen Meine Jünger, was ihr jetzt glauben und fühlen müsset; hier liegt der Unterschied zwischen einst und jetzt. Dort war Ich ein Lehrer der ganzen Menschheit, Ich kam zur Erde für alle, und Meine Nachfolger mussten ebenso wie Ich der ganzen Menschheit angehören, und in alle Länder Mein Wort verbreiten, weswegen Eigentum für sie eine Last gewesen wäre. Jetzt ist diese Forderung bei weitem enger gezogen; nur einen kleinen Kreis von Menschen, und zwar meistens jene, welche Ich zu euch schicke, diese sollt ihr belehren, diese sind die Armen, denen ihr alles was ihr habt, geben, ihnen angedeihen lassen sollt, was ihr in so reichem Maß besitzt. Diesen Geistesarmen teilt ihr Geistesreiche von eurem Schatz mit, labt und tröstet sie, und so werdet ihr ebenfalls geistige Apostel von Mir sein, wie einst Meine Jünger, welche ebenfalls nur Geistiges verteilten, weil sie Weltliches nicht hatten, und auch, hätten sie es gehabt, es nicht schätzten. In jeder Zeit und unter anderen Umständen werden sich die Mittel und Wege ändern müssen, wie man Meinen Worten, Meinen Gesetzen nachkommen und entsprechen kann; und auch wenn ihr im Jenseits angekommen sein werdet, wird das Aposteltum, das Lehrerwesen nicht aufhören, nur die Art und Weise des Hingebens alles dessen, was ihr besitzen werdet, ist verschieden und doch nur zu demselben Ziel führend. Deswegen bleiben Meine Worte sich stets gleich, stets dasselbe bewirkend, und stets zum selben Ziel führend.
Eine Wahrheit ist ja nur vorhanden, und diese ist entweder den Urvätern durch Mich gegeben, oder später den Juden und der ganzen Menschheit durch Mein persönliches Auftreten noch mehr präzisiert, und jetzt als direkte Mitteilung an euch wieder in tausend Formen wiederholt, und diese Eine Wahrheit heißt und wird ewig heißen: Trachtet Meine Kinder zu werden, indem ihr alles Weltliche, welches Ich um Euch gelegt habe, beim rechten Namen nennen lernt, und keinen größeren Wert auf Dinge legt, die eben nur flüchtig euch gegeben und oft nicht als Geschenke sondern als Probeschule euch dorthin führen müssen, wohin  gerade ihrer natürlichen Tendenz halber sie nicht steuern. Wenn in der Welt – geistig oder materiell – der Kampf nicht wäre, so wäre kein Leben, denn das Leben bedingt sich ja dadurch oder ist eigentlich nur der Streit zweier Faktoren, Bestehen und Verderben, Licht und Finsternis, Wärme und Kälte, Geistiges und Materielles. Ohne diese Gegensätze bestände keine materielle Welt und hätte die geistige auch keinen Zweck; sondern nur durch Einkleidung des Geistigen in Materielles, und durch das Befreiungsstreben des Geistigen aus den materiellen Banden entsteht das, was ihr als Leben seht, was das Fortbestehen desselben bedingt und so nie aufhören kann, denn Stillstand ist Tod, und Tod kennt kein Geschaffenes aus Mir, dem Ewig-unendlich-Lebenden! Es muss also zwei entgegengesetzte Triebe geben, die den Geist zum Fortschreiten antreiben, damit er ebenfalls sich alles dessen entäußerte, was ihn hemmt um seines Ursprungs eingedenk, sich erhebend reiner und höher strebend zu begreifen anzufangen, warum er geschaffen und was sein Zweck ist. Das Geistige im Wort ist es, welches die Worte erst zu dem macht, was sie sein sollen, ohne selbes wäre das Wort ein leerer Schall, ohne Bedeutung; und ebendeswegen, wie die Schale den Kern einschließt, ihn verbirgt, und ihn vor allen äußeren Einflüssen schützt, ebenso liegt im Wort das Geistige verborgen, das aber nur vom Gleichen, d.h. vom Geist, verstanden und aufgefasst werden kann. Solange also Meine Worte nicht geistig gelesen werden, können selbe nur missverstanden und missdeutet werden, wovon dann diese verschiedenen Ausschreitungen, wie ihr sie in der Welt seht, herkommen. Viele sind berufen, aber Wenige auserkoren besagt daher ebenfalls, dass Ich vielen Mein Wort gegeben habe, aber doch nur wenigen es verständlich geworden ist, weswegen eben diese wenigen dann den Lebensberuf haben, die vielen auf den rechten Weg zu bringen, und ihnen verständlich zu machen, was ihnen bis jetzt mit 7 Schlössern verriegelt vor Augen lag.
So will Ich euch die Schrift erklären, damit auch ihr im Stand sein werdet mit der Zeit aus den Worten den Kern oder Geist herauszufinden und Meine Sprache aus jener Zeit lehrreich für andere in eure Sprache übertragen zu können; denn noch liegt auf vielen von euch eine große Portion von weltlichem Nebel, der gelichtet werden muss, auf dass Meine Geistessonne in euer Gemüt scheine, und – alle Winkel erhellend – keinen dunklen Fleck darin lasse. Nur dann seid ihr fähig, als Meine jetzigen Jünger Meinen einstigen in ihren Fußstapfen zu folgen.“ [NTS.39_73.02.01, Auszug]


6.2. An sich selbst arbeiten

„Ich Selbst habe euch durch Mein Darniedersteigen auf diese Erde den kürzesten Weg gezeigt, welchen Ich jetzt durch Meine vielen direkten Mitteilungen euch noch bedeutend verkürzen will. Alles ist so angeordnet, um euer geistiges Ich zur Vervollkommnung des, wie alles in der ganzen materiellen Welt, auf einer niederen Stufe Stehenden aus den Ruinen dieser Stufen zu einer höheren zu führen, wo nach Auflösung des materiellen Lebens Meine Hand euch auf eine höhere, geistigere Stufe erheben will, wo ihr noch mehr Meine Macht, Meine Liebe und eure Mission erkennen sollt.“ [Sg.01_017,42-43]

„Euch schöne Worte vorzusagen, eure Neugierde zu befriedigen, ist aber nicht Mein Zweck, wie es auch nicht gerade für euch allein ist, was jetzt Mein Schreiber zu Papier bringen muss, sondern alles dieses, was ihr schon erhalten habt und noch in Aussicht steht, gehört für eine andere Generation, wo ihr dann als Geister ebenfalls Teilnehmer sein könnt, um Dasjenige nachzuholen, was ihr hier versäumt habt. Es ist wahr, Ich gebe euch diese Worte, allein eben weil Ich sie euch gebe, so lade Ich auch eine größere Verantwortlichkeit auf eure Schultern, da bei Mir das Wissen allein nicht genügt, sondern das Tun nach Meinen Worten erst dasjenige ist, was Ich von euch verlange! Nun, was dieses Tun betrifft, so muss Ich euch schon das Zeugnis geben, dass ihr da eben gar nicht zu eifrig seid, und heute schon, wo eine schwache Erinnerung von gestern nur geblieben ist, sehr wenig es euch angelegen sein lasst, das, was Ich euch gestern sagte, auch heute schon auszuüben.
Du, Mein Schreiber, batest Mich um ein Wort, um heute, wo Ich als geboren betrachtet bin, auch in deinem Gemüt Mich auszugebären, und Meine Lehre dir stets mehr eigen zu machen, und Geduld, Verzeihung und Vergessen auszuüben, wozu Ich’s bei dir nicht fehlen lasse. Dir habe Ich dieses Wort gegeben, du hättest auch ohne dasselbe an Mich gedacht, das weiß Ich, aber da du Mich aufforderst, mit dir den heutigen Tag zu feiern, so wollen wir beide miteinander arbeiten, Ich gebe dir den Samen, und du sollst ihn ausstreuen, vielleicht fällt er auf manchen guten Boden, und wenn unter hundert Fruchtkörnern auch nur eines zur Reife gelangt, so hast du genug getan. Ich wirke dann schon noch länger im gegebenen Wort, und werde noch Anhänger finden und erwecken, wenn du längst von dieser Erde abgetreten im Geisterreich bei Mir sein wirst und dich des Resultats erfreuen kannst, wozu du ebenfalls ein Werkzeug warst. Feier du diesen Tag nach deiner Weise, und trage dazu bei, dass auch deine Anhänger Meine Worte nicht gerade heute, sondern für das ganze Leben hindurch den gestrigen Abend und den heutigen Tag nicht vergessen, wo gestern auch in ihnen der Christus wiedergeboren wurde, ebenso wie Meine Lehre ewig in ihrem Herzen fortleben soll.
Sage ihnen, dass Meine Eigenschaften nachzuahmen der Hauptzweck Meiner Worte ist, die Ich bei so vielen Gelegenheiten an sie verschwende, sage ihnen, dass sie sich befleißen sollen, ihr geistiges Ich aufzubauen, denn, wie Ich gestern anführte, die Zeit flieht, flieht mit Sturmeseile, und will und soll benützt sein, denn wer der materiellen Welt anhängt, richtet sich selbst, da er, wenn er heute das Zeitliche mit dem Ewigen vertauschen muss, nur dorthin kommt, wohin ihn sein Herz zieht. Lebte er der Materie, so wird er an selber haften bleiben, lebte er ein geistiges Leben, so wird sich ein Geisterreich vor ihm auftun, welches seiner Individualität angemessen sein wird. Zwischen beiden in der Mitte stehen und bald das Eine und bald das Andere zu bevorzugen, wird zu keinem Resultat führen, denn erinnert euch, was Ich einst Selbst sagte: Zwei Herren kann man nicht dienen! Also entscheidet euch mit Ernst! – Wie heute Christus als geboren angesehen wird, ebenso soll in eurem Herzen Er und Seine Lehre neugeboren euch dem kommenden Jahr entgegenführen, damit ihr würdige Schüler Meines Schreibers und einst würdige Kinder eures Vaters im Himmel werden könnt. Amen!“ [NTS.44_76.12.25, Auszug]

„Wisst ihr, warum Ich Selbst durch Meine Knechte, Schreiber und Sprecher euch Meinen Willen jetzt kund tue? Ihr glaubt es zu wissen, und doch wisst ihr es nicht ganz. Seht, der Grund, warum schon seit vielen Jahren Meine unmittelbaren Mitteilungen reichlicher fließen als in früheren Zeiten, ja wie es seit Meinem irdischen Lebenswandel noch nie geschehen ist, dass Ich so viel Himmelsbrot gegeben habe wie gerade jetzt, der Grund ist der, weil gerade jetzt die Zeit sich nähert, wo die Welt ihren höchsten Gipfelpunkt in den Verirrungen und im Abweichen von Meinen anfänglichen Schöpfungszwecken erreichen wird. Damit aber nicht alle Menschen verloren gehen, so habe Ich bestimmt, dass nun einzelnen, wie einst Meinen Jüngern, Mein Wort und Meine Lehre unverfälscht zukommen soll, nicht verschleiert wie in den Pro-pheten, sondern so klar und verständlich wie es einst Meine Jünger die Völker lehrten. Damals war das Verbreiten Meiner Lehre schwieriger; heutzutage ist durch die Buchdruckerkunst die Verbreitung bei weitem leichter, und der Schein Meines ewigen Liebe- und Gnadenlichts kann besser überall, besonders dort eindringen, wo die Finsternis der weltlichen Macht sich geltend machen will. Ich will jetzt den Ungläubigen die Augen öffnen und den Buchstabenauslegern Meiner Bibel den wahren Sinn erklären, damit niemand sich entschuldigen kann als hätte er nichts davon gehört. Auf sie, nicht auf Mich, wird dann die ganze Schuld fallen. Seid stark, ihr wenigen, die ihr zerstreut in verschiedenen Gauen noch Meine Perle im Herzen bewahrt! Vertraut auf Mich, denn Ich wohne ja bei und in euch; Ich werde euch führen und nicht verlassen solange ihr Mich liebt und Mein Wort haltet. Euch habe Ich alles, Mein Ich, Meine Schöpfung, und das Verhältnis der Menschen zu beiden durch viele Worte klar gezeigt; für euch gibt es keine Entschuldigung als hättet ihr es nicht gewusst; nur eines ist noch bei manchem von euch der Fall, dass Mein Wort noch nicht in der größten geistigen Tiefe aufgefasst wird; doch dazu werde Ich euch schon Meinen Tröster und Heiligen Geist in Form von bitteren Erfahrungen und Zweifeln schicken, um auch diese letzten Schatten noch aus den Herzen Meiner Ergebenen zu entfernen; denn wer berufen ist, einst auch auf andere zu wirken, der muss in sich selbst fest sein und genau wissen, was er zu tun und zu lassen hat. Meine Worte sind einfach und klar, nur darf die Selbstliebe nicht der Dolmetscher und falsche Ausleger dabei sein, denn sonst entschuldigt ihr an euch manches was bei Mir keine Entschuldigung findet. Daher prüft euch wohl und bedenkt, dass Ich keinen Scherz mit euch treibe, und auch nicht nur so gelegentlich, wie es euch gerade genehm ist, mit Mir verhandeln lasse. Ernst ist das Leben und heilig Meine Sache! Hinter diesem flüchtigen Scheinleben steht ein wahres ewiges Leben; es ist das Reich des wahren Gottes, Der nur Liebe und Wahrheit ist. Wenn ihr Mich liebt und Mein Wort haltet, so tut ihr euch selbst den größten Dienst, denn ihr erkämpft euch durch Liebe und edle Taten ein leichteres Fortschreiten und eine bessere Stellung im Jenseits. Ich bin, wie Ich es euch schon oft gesagt habe, kein strenger Richter, kein zürnender Gott, sondern ein liebender Vater und ein guter Hirte, Der Seine Schafe auf gute Weideplätze und weit weg von jenen Gegenden führen möchte, wo Abgründe und Hindernisse aller Art ihrem geistigen Leben Gefahr bringen könnten. Ich will nur das Gute, weil Ich die Güte Selbst bin; Ich will nur die Liebe, weil Ich die Liebe Selbst bin; Ich will euch zu geistig höheren Wesen machen, weil Ich als das höchste geistige Wesen nur solche Kinder um Mich haben möchte, die Mich und Mein Reich erkennen, und die ihren Frieden und Freude nur in Mir suchen. Zeigt es, dass ihr Mich liebt, indem ihr Mein Wort haltet, wodurch ihr euch auch Meiner Liebe würdig macht, damit das Wort im Evangelium an euch erfüllt werden könne, das verheißt, dass der Vater euch dann auch lieben wird, und Wir kommen und Wohnung bei euch nehmen werden. Amen.“ [PH.01_026, Auszug]

„Arme Kinder, was blickt ihr oft so trostlos in die Ferne, in den unendlichen blauen Äther hinein, wo der Himmel mit seinem Glanz und seinem Licht euch doch so nahe ist? Nehmt diese Predigten  zur Hand, lest vorher das dort angeführte Kapitel des Evangeliums in der Bibel  nach, vertieft euch in den Sinn des angeführten Textes und ihr werdet bald gewahr werden, welche Helle und welche Wärme euch aus diesen Worten väterlicher Liebe entgegen strahlen wird. Fühlt ihr euch auch öfters getroffen, und erschreckt ihr auch manchmal vor eurem eigenen Inneren wenn ihr gewahrt werdet wie weit ihr noch von dem entfernt seid, was ihr schon lange zu sein glaubtet, so tröstet euch damit, dass jeder Fehler erst dann verbessert werden kann wenn man ihn erkannt hat. Hat die Predigt an euch einen Fehler aufgedeckt, so dankt Mir, dass Ich euch zeigte, wo es euch fehlt und sucht diesen Fehler, den ihr früher oft nicht einmal für einen Fehler gehalten habt, nachher sorgfältigst zu vermeiden. Stets werden diese hier niedergelegten Worte euch Ruhe und Trost schaffen, und wenn auch nicht immer augenblicklich, so werden sie doch oft den Anstoß geben und euch als Leitfaden dienen, wie beides gewonnen werden kann. So sollen diese Predigten Stufen gleichen, die euch nach und nach Mir und Meinem Wort immer näher bringen und zu Mir erheben, eure Einsicht erweitern, euch lehren euch selbst zu erkennen, und sollen euch zeigen, was alles in Meinen zwei Geboten der Liebe enthalten ist.
Und nun du, Mein lieber Schreiber, der du mit Beharrlichkeit dieses Werk zu Ende geführt hast, und zwar nicht immer unter den günstigsten Verhältnissen, da manche äußerlichen und innerlichen Stürme dich manchmal aus dem Gleis gebracht haben, tröste dich! Wenn Ich dir auch Bitteres schickte, so war es eben deswegen, weil durch Herbes die beste Heilung erzielt wird. Du wirst geheilt werden und durch das, was Ich durch deinen Stift schreiben ließ, werden auch andere der Heilung und der Erkenntnis ihrer selbst näher kommen. Du hast zwar unter bitteren Umständen geschrieben, aber es wird dir Segen daraus erwachsen, denn du hast damit anderen Hohes und Göttliches zugänglich gemacht, das ihnen ebenfalls Segen sowie Ruhe und Frieden in schweren Augenblicken bringen wird. So hast du deine Aufgabe gelöst. – Das lebende und künftige Geschlecht wird in diesem Buch den Schlüssel finden, seine Mission und Bestimmung besser zu verstehen, wozu Ich allen Meinen väterlichen Segen geben will. Amen.“ [PH.01_Nachwort]

„So sollt ihr, die Ich vor vielen bevorzugt und mit Meiner Lehre vertraut gemacht habe, die Heilung mit euch selbst anfangen. Ich schicke euch dazu die Verhältnisse, unter denen eure Seelenstärke erprobt und geübt werden soll; denn auch jetzt suche Ich die Kranken auf und helfe ihnen, damit sie dann geheilt als gutes Beispiel für andere dienen können. Ich kann auf ein altes Sündenkleid keinen neuen Fleck heften, und keine neuen Most in alte Schläuche bringen, beide würden das nicht aushalten oder vertragen; das Kleid würde noch mehr zerreißen und der Schlauch bersten, es muss also vorerst das alte Kleid oder der alte Schlauch, der alte Adam beseitigt werden und an dessen Stelle der neue treten; es müssen zuvor die Sünden als Urheber alles Übels vergeben, d.h. ausgemerzt werden, dann kann der frühere Kranke als geheilt seinen Weg rüstig weitergehen. Zu alledem muss aber jedes Wort, jede Tat, jedes Ereignis beitragen um die Arbeiter zu vermehren, die zur Ernte nötig sind. Viele sind berufen, doch nur wenige auserwählt; viele Lahme, Blinde, Gichtbrüchige gibt es noch, die alle gesund werden sollen, dazu bedarf es aber tüchtiger Arbeiter, und diese, sollen sie ihren Dienst erfüllen, müssen jeder Arbeit gewachsen und selbst durch die Schule der Erkenntnis gegangen sein, in der sie anderen Unterricht erteilen sollen. So ist das Endergebnis der Prüfungen, Kämpfe und Leiden: Abstreifung der üblichen Gewohnheiten, die der göttlichen Liebeordnung zuwiderlaufen, und Bekleidung mit dem Kleid der reinen Liebe und der göttlichen Wahrheit, mit dem man sowohl sich selbst als auch den Nächsten zu versehen suchen soll, damit auch sie dann, wenn der Ruf ertönt: Steh auf, nimm dein Bett und geh heim, den Gesunden als ihren Führern freudig auf dem Weg nach ihrer wahren Heimat folgen können. Ihr alle wart und seid krank und mehr oder weniger gichtbrüchig. Ich habe euch die Mittel zur Heilung in Fülle gereicht; wenn ihr ganz geheilt sein werdet, dann werdet ihr die Arbeiter zur Ernte sein, die binnen Kurzem im größeren Maßstab als bis jetzt betrieben werden wird. Trachtet daher, dass ein jeder von euch seine Pflicht auf seinem Platz erfülle, wie Ich sie von ihm verlangen kann und darf, da es bei euch an Heilmitteln nicht fehlt. Amen.“ [PH.01_043]


6.3. Ernsthaft die Lehre Jesu umsetzen

„Auch an euch, Meine Kinder, die Ich unter so vielen auserkoren habe damit ihr, geleitet durch Mein direktes Wort, den anderen als Vorbild vorangehen sollt, tritt nun die ernste Aufgabe heran. Bedenkt die Verantwortung, die ihr zugleich mit der Gnade, unmittelbar die Worte eures Vaters hören zu können übernommen habt, denn mit dieser Gnade zugleich habt ihr auch die Verpflichtung übernommen danach zu leben, denn ohne Ausübung des Gehörten ist das Hören zu nichts nütze. Ihr also, die ihr Mein Wort hört und wisst wie man selbem nachkommen kann, ihr seid daher doppelt strafbar, wenn ihr die Ausübung unterlasst. Das Herz Meiner Jünger wurde voll Traurigkeit als Ich erwähnte, dass Ich sie verlassen würde; welches Gefühl würde denn euch überkommen so ihr Mich durch eigene Schuld auf längere Zeit verlieren würdet? Deshalb benützt das euch anvertraute Kapital wohl, damit ihr es mit Zinsen Mir zurückbringen könnt und vergrabt es nicht wie es jener faule Knecht im Evangelium getan hat, denn sonst kommt ihr unreif in einer Welt an wo es euch selbst zur Last wäre, als Unreife zwischen Gereiften, als Unglückliche zwischen Glücklichen leben zu müssen. Trachtet danach mit dem Bewusstsein ins Jenseits eintreten zu können alles getan zu haben, was gemäß allen an euch ergangenen Worten von euch zu erwarten war; trachtet danach Mein Wort für euch und andere so auszubeuten, dass ihr nur vieler guter Taten und weniger Fehler euch bewusst werdet. Fragt euch ein Mitbruder: Wo gehst du hin, so weist nach dem Morgen des ewigen Liebelichts indem ihr sagt: Ich gehe dorthin von wannen ich gekommen bin, und wo ewiges, geistiges Fortschreiten und stetes Annähern an Meinen Schöpfer und Vater möglich ist. Ich sagte, Ich gehe zu Meinem Vater, Der Mich gesandt hat, mit der vollen Zuversicht, dass Ich zum völligen Sieg hindurchdringen werde trotzdem Ich als Mensch noch das Herbste zu überstehen hatte. So sollt auch ihr mit voller Zuversicht auf den endlichen Sieg euer Ziel fest im Auge behalten und rüstig daran arbeiten, alle Versuchungen, die sich euch entgegenstellen zu besiegen, um die Hand einst nach der Siegespalme ausstrecken zu dürfen.
Wer von Meiner Lehre nur dunkle Begriffe hat oder gar nichts weiß, der ist für seine Handlungen nicht so verantwortlich wie derjenige, der Meine Lehre kennt und sie auch versteht aber doch dagegen sündigt. Ein solcher wird aber nicht etwa von Mir gestraft werden sondern sein eigenes Gewissen wird ihn der Schwäche und des Mangels an ernstem Streben anklagen, weil er mitten unter dem Einfluss geistiger Hilfe von oben sich so sehr von der Welt umstricken ließ, dass er dabei seine geistige Würde verlor. Merkt euch diese Meine Worte: Nicht die Begeisterung beim Anhören Meiner Worte sondern nur die Befolgung Meiner zwei Liebegebote allein, aber auch nur das Befolgen in strengstem Sinn, kann euch zu Meinen Kindern und somit zu Kindern des Schöpfers der ganzen Unendlichkeit stempeln. Den Preis, der euch zu erringen dargeboten wird, kennt ihr noch nicht im vollen Umfang, weil ihr Mein geistiges Reich noch nicht kennt, aber würdet ihr sehen, wie selbst große Geister und Engel sich danach sehnen diesen Preis zu erringen, ihr würdet mit mehr Eifer daran arbeiten euer Ziel zu erreichen um zu Dem als Kinder zurückkehren zu können, Der die Liebe Selbst ist, aber eine Liebe, die ein menschliches Herz nicht fassen kann. Diese höchste Liebe will euch ja zu ihren Kindern machen, und hat sich als Menschensohn auf eurer Erde verkörpert, und euch durch Sein Leben im niedrigsten Stand den Weg gezeigt den auch ihr gehen, und das Ziel, das auch ihr erreichen könnt und sollt. So ging Ich einst zu Meinem Vater, Der Mich gesandt hat; trachtet auch ihr zu Ihm, Der die Liebe ist, zu gelangen, um aus Seinen Händen die Siegeskrone für eure Kämpfe und Leiden zu erhalten wie einst Ich als Gott-Mensch Jesus vor nahe zweitausend Jahren. Amen.“ [PH.01_023, Auszug]

„Lest recht oft in Meinen Evangelien und stärkt eure Liebe und euer Vertrauen zu Mir durch die darin enthaltenen tiefen, geistigen Wahrheiten und lebt auch danach, so werdet ihr euer Haus auf Felsen bauen und werdet in Versuchungen und Prüfungen nicht wanken und das Gleichgewicht verlieren. Ich gebe euch darin unter tausenderlei Formen viel Geistiges, und hier in diesen Predigten  gleichsam den Schlüssel zu Meinen Worten, die Ich einst Meinen Jüngern und ersten Nachfolgern gegeben habe. Und wisst ihr, warum dieses geschieht? Weil Ich eben nur zu gut weiß, wie die Zeitverhältnisse sich ferner gestalten, und Klarheit, Sicherheit und Festigkeit der Gesinnungen immer notwendiger sein werden. Es wird da bei manchen erprobt werden, ob sein geistiges Haus durch Taten nach Meiner Glaubens- und Liebelehre auf Felsengrund, oder nur durch bloßes Anhören und Lesen Meiner Worte auf Sand gebaut wurde, welche Worte die Zeit aus dem Gedächtnis so wegweht und wegschwemmt wie Wind und Regen den Sand. Die festen Bausteine zu Meinem und eurem geistigen Wohnhaus sind Taten; Taten, ausgeführt auf Grund der Gottes- und Nächstenliebe; nur diese sind bleibend, geben euch Ruhe und Frieden und leuchten als schöne Beispiele für Andere, die euch dann an euren guten Werken als echte, nicht als falsche Propheten und Lehrer erkennen werden, die nicht Hass, Zorn, Neid, Eifersucht oder Rache, sondern nur Liebe atmen, Liebe verbreiten, und Liebe ernten wollen. Ihr, Meine Auserwählten, sollt Mein Wort, das Licht der geistigen Welt, verbreiten, damit bei Meiner Wiederkunft ein Hirte und eine Herde sei und die Erde zum Paradies umgestaltet werde, das durch die aus Liebe geschaffenen Menschen selbst einst verloren gegangen ist.
Merkt euch dieses und befolgt es so viel und so oft als möglich, damit euch Ruhe und Frieden daraus erblühe und ihr fähig werdet, auch anderen Trost zu geben. Amen.“ [PH.01_033, Auszug]

„Und besonders ihr, denen Ich mit so vieler Sorgfalt Mein Licht aus den Himmeln zukommen lasse, bedenkt wohl, dass Ich, eben weil Ich dieses tue, mit euch außer dem Zweck der Menschheit im allgemeinen noch sogenannte spezielle Zwecke im Auge habe. Zeigt euch also eurer Mission und Meiner Gnade würdig; denn wenn Ich euch wichtige Aufgaben zugedacht habe, so müsst ihr auch dabei bedenken, dass, um solche würdige Werkzeuge Meines heiligen Willens zu werden, ihr auch vorerst selbst gereinigt, geläutert und mit festem Eifer gestählt werden müsst, ehe Ich euch als Stützen für andere gebrauchen kann.“ [Sg.01_012,03-04]  

„Glaubt ihr Meinen Worten nicht voll, sondern nehmt ihr sie nur aus Neugierde um stets etwas Neues zu erfahren so sind Meine Mitteilungen umsonst. Ich sehe es leider nur zu sehr, wie mit allem, was Ich euch bis jetzt gegeben, besonders seit Ich Mich dir und deinen Mitknechten mitteile, wie da mit Meinen Worten verfahren wird! Kaum gelesen, werden sie, statt sich darein zu vertiefen, sich daran zu erwärmen, mehr und mehr hineinzudringen, ad acta gelegt und requiescat in pace  darüber gedacht. Wäre Ich nicht der allerliebevollste und geduldigste Vater, der Ich wirklich bin, so hättet ihr schon längst verdient, dass Ich euch nichts mehr kund gebe, denn Gefühlspolitik wie ihr es nennt, will Ich mit euch nicht treiben, sondern Meine Zwecke stehen höher, es gilt die Bildung Meiner Kinder für die Ewigkeit, und da müssen dauernde Fundamente gelegt werden, nicht solche, die nur für den Augenblick passen, bei mir sind Tränen der Rührung noch lange nicht so viel wert, als selbe auch nur einen kleinen Akt der Liebe in Meinem Namen geübt aufwiegen könnten. Deswegen ermahnt euch alle, die ihr doch tagtäglich in Meinem Namen zusammenkommt, und fragt Mich nicht nach persönlichen und privaten Verhältnissen, sondern schwingt euch höher über die mit Schmutz bestaubten Felder der Welt, hinauf in jene Höhen, wo ihr alle diese Besorgnisse in ihrem wahren Wert kennen lernen sollt, und begreift endlich, dass ihr nicht für diese Welt, sondern für Meine Himmel geschaffen seid, und jetzt durch Meine unendliche Gnade von Mir Selbst dazu erzogen werdet. Macht euch würdig eures Lehrers! Veredelt euer Herz! Lasst in selbes einströmen Meine Liebe und unbegrenztes Zutrauen zu Mir! Im Hinblick auf dieses werden euch dann alle Zweifel schwinden, ihr werdet nicht mehr fragen, was soll mit meinem Sohn, was soll mit meiner Familie geschehen usw., sondern im Aufblick zu Mir, der Ich euch mit Meinem Erdenwandel als Beispiel voranging, werdet ihr in euch selbst die Nichtigkeit eurer Besorgnisse erkennen, und ruhig alles abwarten, was Ich, euer stets liebevollster, euch nur am Gängelband Meiner Liebe führender Vater euch gebe. Dieses Meiner lieben Tochter und euch allen, nebst Meinem väterlichen Segen. Sage ihnen allen, dass Ich, wenn sie dieses lesen, Selbst in ihrer Nähe sein werde, und bereitwillig aufnehmen werde jedes Herz, das sich Meinen väterlichen Worten öffnen wird!“ [NTS.39_70.03.27, Auszug]

„Ihr seid noch lange nicht zu der Einsicht gekommen, was ein Schöpfer und Herr des Weltalls ist; deswegen überrechnet ihr euch oft in euren Fragen, auf die Ich natürlich nicht als Herr sondern als liebender Vater geduldig antworte. Aber dennoch stände es euch wohl zu etwas reifer darüber nachzudenken zu was denn eigentlich die vielen Worte sind, die Ich euch durch Meinen Schreiber bis jetzt gegeben habe. Ihr sollt selbe nicht bloß lesen, schön abschreiben und in Bücher binden lassen, sondern selbe zu eurem eigenen Ich zu machen euch bestreben.“ [PH.01_045, Auszug]

„Wenn ihr Meine Worte, die Ich euch direkt durch Meinen Schreiber sende, als eine Gnade, als eine außerordentliche Gnade von Mir anseht, so macht euch deren auch würdig, denn sonst entziehe Ich euch auch diese, und überlasse euch euren mondänen Leidenschaften und Gelüsten.“ [NTS.39_71.08.09, Auszug]

„Mitten in diesem allgemeinen Auflösungsprozess der ganzen Menschheit, die ohne geistiges Leben im Sarg der Weltgenüsse liegt, trete Ich nun hinzu, lasse durch Meine Boten und Schreiber neues Leben, neue Kraft, neuen Geist in die Pulsadern der menschlichen Seele strömen und rufe den Menschen wie einst dem Jüngling zu Naim zu: Jüngling, Ich sage dir, steh auf! Denn die Menschheit, wie sie jetzt ist, gleicht einem Jüngling, der erst zum Mann und Greis ausreifen muss, bevor er seine Mission erfüllt hat. Reif geworden wird sie dann ihre alten Kleider halb vermoderter Weltansichten aus- und ein geistiges nie verwesendes Kleid anziehen, das über dieses kurze Erdenleben hinaus auch fürs andere, größere, ewige Leben tauglich ist. Eben darum jammert Mich dieser Leichenzug und eben deswegen ertönt durch Meine Worte und Himmelsgaben, die Ich nun auf euch und die ganze Menschheit schon seit Jahren herniederströmen lasse, stets der Ruf: Steht auf, erwacht von eurem weltlichen Totenschlaf zum geistigen, zum ewigen Leben, denn nur dort ist die Löse eures eigenen Daseins, dort allein ist der Anfang und das Ende des Menschengeschlechts, denn euer eigentliches Ich ist nicht bestimmt, gleich eurem materiellen Körper sich wieder aufzulösen und wieder in andere Formen, in andere Wesen überzugehen, nein! Ihr sollt eures anfänglichen Ursprungs wohl eingedenk als unmündige Seelen das Knaben-, Jünglings- und Mannesalter durchleben, um im Greisenalter mit dem Bewusstsein schöner Taten mit einem liebereichen Herz in eine solche Stufe jener Welt übergehen zu können, wo die Verwesung des Weltlichen nicht mehr hineinreicht, wo alles Geist, alles Liebe, alles Licht, Wärme und ewiges Leben atmend, dann keine Leidtragende mehr sind sondern nur lauter freudig jubelnde Geister, die mit und durch euch zum großen Endziel in Mein unendliches Geisterreich geführt werden sollen, wo Ich als Vater Meiner Kinder die Erweckten zum Lichtborn des ewigen Lebens führen werde, und sie Mich dann als Vater erst ganz begreifen werden. Diese Auferstehung aus dem Materiellen, dem weltlichen Sarg, will Ich bezwecken mit all Meinen Worten, wie Ich einst mit Meinen Worten, Gleichnissen und Wundertaten ebenfalls die damalige Welt erwecken und sie vor geistiger Verwesung bewahren wollte. In jener Zeit waren die Propheten, Meine Jünger und sonstige Gläubige die Leidtragenden; heutzutage seid ihr es, denen Ich das Wort des Heils und des ewigen Lebens gegeben habe, damit auch ihr so viel als möglich zu dem großen Rettungswerk Meines Heilplans beitragen mögt. Arbeitet in dieser Richtung zuerst in eurem eigenen Familienkreis, lasst dort keine Tote oder Verwesende aufkommen indem ihr den Samen des Lebens aussät, den dann Mein geistiger Wind, wie die Herbststürme den materiellen Samen auf zu befruchtende Felder, in die durch Leiden und Unglücksfälle zubereitete Herzen führen wird, damit auch dort das Auferstehungsfest sich wiederhole, bis vom ganzen leblosen Leib der Menschheit nichts als der Sarg, die Welt selbst, übrig geblieben ist, die sich dann durch den Einfluss der vergeistigten Menschheit ebenfalls vergeistigen muss, und so das einstige Paradies wieder erstehe, wo der Mensch als geistiges Geschöpf Meiner Schöpferhand entstiegen, auch wieder ein Herr über alle Kreatur wie über die Elemente sein wird. Amen.“ [PH.01_041, Auszug]

„Meine Kinder, die Ich euch auserwählt habe, dereinst nach Zerstörung des Truggebäudes die ersten brauchbaren, festen Bausteine eines neuen Tempels, eines neuen Jerusalems zu sein, nehmt ihr wenigstens das Gnadenlicht, das Ich mit betrübten Augen und bekümmerten Herzen auf die große Masse der Verirrten scheinen lasse, mit freudig dankbaren Aufblick zu Mir in eure Herzen auf. Einst wandelte Ich sichtbar unter Meinen Kindern, und nur wenige erkannten Mich; jetzt bietet sich die Gelegenheit abermals, dass ihr Mich durch Meine Worte und Werke als liebenden Vater erkennen und erfassen könnt, sucht ihr euch wenigstens vom allgemeinen Verfall zu retten, damit, wenn die Mauern des Alten, Angewohnten einstürzen werden, ihr aufrecht stehen bleibt. Beweist durch eure Ausdauer, euer Vertrauen, dass, wenn Ich auch jetzt wieder über viele Verlorene Tränen des Schmerzes vergießen muss, es doch noch Einzelne gibt, die den Liebesblick des Vaters zu begreifen, zu verstehen wussten und die, trotz des vielen Traurigen das sie umgibt, ein Anhaltspunkt künftiger, nie versiegender Freude werden sollen. Wenn andere Tränen des Mitleids verdienen, so trachtet danach, dass über euch, über euer Verhalten und eure Ausdauer in Meinem geistigen Reich nur Tränen der Freude und Wonne vergossen werden, die die größten Beweise eures Sieges sein sollen. Amen.“ [PH.01_035, Auszug]


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