Die geistige Menschenwürde wiedererlangen - Gottfried Mayerhofer

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Die Neuoffenbarung Jesu - Wegbereiter für eine neue Ära der Menschheit

  
5. Die geistige Menschenwürde wiedererlangen

„Das ist der Zweck, euch und allen Suchenden die Würde des Menschen wieder mit klaren, hell leuchtenden Zügen darzustellen, damit der Suchende, der Fehlende, der Zweifelnde erkennen möge, wie weit er von ihr abgekommen ist, und wo die Mittel der Wiedergewinnung sind, um das verlorene Paradies wiederzufinden. Denn wisst, wie Adam Meinem Befehl entgegen gehandelt hatte, verlor er sein Paradies, das heißt, er verlor das Bewusstsein seiner geistigen Würde, und eben dieser Verlust stürzte seine Nachkommen bis auf den heutigen Tag in den Wirrwarr von falschen Ideen, Begriffen, Lebens- und Weltansichten, welche alle nichts anderes sind als das ewige Streben nach Wiedererlangung einer geistigen Würde, welche den Menschen weit über alles Materielle, über alles Sinnliche erhebt, ihn über Trümmer der Verheerung und Unglücksfälle mit einer Zuversicht nach einer anderen Welt blicken lässt, wo alle diese Kalamitäten, welche am Ende doch nur das leibliche Wohl der Menschen angehen, als Null entschwinden, und ihre Zulassung klar und einfach eingesehen wird als Mittel zu dem Zweck, den ins Materielle versunkenen Menschen wieder zum geistigen Weltbürger zu erheben, zu welchem Ich ihn einst geschaffen habe, und welches er auch wieder werden muss, wenn er gleich noch so viele Seitensprünge macht; es ist nur die Zeit verschieden, aber das Endziel bleibt sich gleich. Was Ich hergegeben habe, muss zu Mir wieder zurückkehren, denn es war Mein und muss es wieder werden. […]
O warum sind diese Menschen so blind und vergessen ob der weltlichen Dinge drunten im Schlamm der niedrigsten Leidenschaften das Wesentliche, was sie eigentlich sein sollten! Ach, wenn es ihnen an Mut nicht gebräche, wenn sie es wagten, zu Mir heraufzuklimmen, wie lächerlich, wie töricht würden sie alles das finden, was ihnen jetzt so wichtig, so unumgänglich notwendig erscheint; wie würde es sie schaudern bei dem Gedanken, dass sie alles, was sie sich errungen zu haben glaubten, nur eben durch den Verlust ihres einzigen Guts erkauft hatten, durch den Verlust der geistigen Menschenwürde. So wird mancher denken, der über Schlamm und Schmutz der niedrigsten Leidenschaften sich hinausgearbeitet und seine Würde wiedererlangt hat; so sollt auch ihr denken, ihr, die Ich schon seit längerer Zeit mit Gnaden- und Lichtworten überschütte, damit ihr, eurer Menschenwürde bewusst, euch des erhabenen Standpunkts freuen sollt, auf welchen Ich euch gestellt habe, und stets eingedenk eurer eigenen Würde danach streben mögt, auch selbst würdig zu werden dessen, was Ich euch schon oft geheißen habe, nämlich Meine lieben Kinder! Dieser Vaterruf ist nur für die, welche ihre Menschenwürde zu wahren wissen; denn indem sie sie bewahren, erlangen sie auch stets mehr die Würde, Meine Kinder zu werden, das, was Ich bei Erschaffung des ersten Menschen wollte, dass er es werde, aber leider nicht wurde. So seid streng! Wacht und betet, auf dass ihr nicht in Versuchung fallt, so rief Ich einst Meinen Jüngern zu. Ich wusste wohl in jener Zeit warum, und jetzt sage Ich es euch nochmals: Wacht und betet, auf dass ihr euch nie entwürdigt und stets dem getreu bleibt, was ihr durch so viele Worte von Mir leicht entziffern könntet, dass nämlich nur durch den Seelenadel die Menschenwürde erlangt, gefestigt und behalten werden kann, ohne die alles Lesen und Beten nichts nützt! Der innere Mensch muss Mir gleichsehen, dann wird sein Außenbild schon einst auch zu seiner geistigen Umgebung im Jenseits passen, und daher trachtet, mit einem geistig-seelischen Antlitz begabt in die andere Welt zu kommen; es ist besser, das hier schon vorzubereiten als es erst dort erlangen zu wollen! Hier gehört dazu des Menschen Würde, dort ist des Geistes Würde eine andere Stufe, welche die Menschenwürde als Unterlage hat, aber ohne sie nicht erreichbar ist. Ich bereite euch vor, im kurzen irdischen Lebenswandel das zu vollbringen, was dort bei weitem schwerer zu erreichen ist. Daher folgt Meinen Worten, sie kommen von eurem Vater, der eben euch Seiner würdig machen möchte, welches ihr aber nicht werden könnt, bevor ihr nicht eurer selbst würdig geworden seid!
Dieses zur Danachachtung für euch und alle kommenden Durstigen und Hungrigen, welche bei euch wiedererlangen wollen, was sie bewusst oder unbewusst oft leichtsinnig verloren haben, das ist ihre eigene Würde, als alleinigen einzigen Halt mitten im Leben, zwischen Kampf und Entbehrung aller Art, als Anker des Vertrauens, der Hoffnung und der Liebe.“ [Lg.01_014, 18-19+44-48]

„Immer und immer sage Ich euch und rufe es euch zu: Erhebt euch von euren irdischen Welt- und Verstandeskenntnissen. Lasst euch nicht für Augenblicke bloß begeistern von Meinen Worten, sondern behaltet sie stets im Herzen; wo ihr geht, wo ihr steht, möge euch der Gedanke begleiten, dass nicht alles das ist, was es scheint, und dass es Gesetze gibt, gegen welche man nicht ungestraft handeln kann. Begreift diese Gnade Meiner direkten Mitteilung. Sie ist weit ernster zu nehmen, als ihr es meistens tut; denn jede Vernachlässigung, jedes Lauwerden wird sich an euch selbst strafen. Schon vor mehr als tausend Jahren rief ich Meinen Jüngern zu, wacht und betet, auf dass ihr nicht in Versuchung fallt! Auch heute sage Ich es euch wieder, wacht und betet, damit euch nicht eure eigenen Leidenschaften ins Schlepptau nehmen und euch zu Sklaven machen, während ihr zu Herren geboren worden seid. Es ist ja bei euch die Sklaverei so verhasst, ein jeder will frei sein, überall hört man über Knechtung, über Tyrannei schimpfen, und doch, wer ist denn der jetzigen Menschheit größter Tyrann, als ihre eigenen Leidenschaften selbst! Die Menschen sind schon längst von dem Herrscherthron heruntergestiegen, auf welchen Ich sie alle gestellt habe; nur einzelne begreifen noch, was Ich mit dem Menschen wollte, jedoch noch sind sie zu schwach und zu wenig, um maßgebend auf die Schicksale der ganzen Menschheit einwirken zu können; aber Geduld! Auch hierin wird sich ein Wachsen und ein Blühen zeigen, die Knospe der geistigen Erkenntnis wird ebenfalls noch sich entfalten, und wie eine Blume einer anderen Welt als Nahrungssaft ihren Honig gibt, so wird auch diese Knospe im herrlichsten Licht und mit den schönsten Farben strahlend, ebenfalls Tausende die Süße ihres Inhalts fühlen lassen, wenn des Bitteren genug zuvor genossen wurde. So, Meine Kinder, nehmt auch dieses Wort als Fortsetzung des letzteren und macht es euch eigen; nicht bloß zum Durchlesen habe Ich es euch gegeben, sondern zum Danachhandeln! Bedenkt, die Zeit flieht, und, weit schneller als ihr es ahnt, die Stunden, die Tage, die Jahre verrinnen, und so mancher wird am Ende seiner Laufbahn bei weitem früher stehen, als er glaubte. Trachtet, dass es nicht zu spät ist und ihr nicht in der anderen Welt mit Mühe erst erringen müsst, was euch hier in Fülle in den Schoß geschüttet wurde! Dieses als Mahnungs- und Danachachtungswort! Amen.“ [Lg.01_025,78-87]

„Ihr bekommt jetzt in den Sonntagspredigten so viel Licht aus Meinen Himmeln, dass es beinahe unmöglich scheint, dass ihr noch Zweifel hegen könnt über den eigentlichen Sinn Meines Worts, wie es einst gesprochen, wie es jetzt in Erfüllung geht, und in der sozial-politischen Entwicklung eures gesamten Weltteils, als Endergebnis der Vergeistigung der menschlichen Seele, zur Tat werden soll. Dort sagte Ich Meinen Jüngern Meine Leiden und Meinen Tod voraus, sagte ihnen aber nicht, dass eben diese Leiden und dieser Tod der größte Triumph, der größte Sieg des Geistigen über die menschliche Natur seien und bleiben werden; Ich verschwieg es, weil sie Mich nicht verstanden hätten, aber jetzt sage Ich es unverhohlen, dass jetzt alles dahin drängt zur Reife zu bringen, was Ich in den drei Lehrjahren als Samen ausgesät habe, und dass trotz aller scheußlichen, blutigen Vorgänge, denen Meine Lehre viele Jahrhunderte als Deckmantel dienen musste, sie doch am Ende siegend hervortreten wird, wenn die Menschheit durch Leiden und Trübsal gezwungen, sich all des Unflats entledigt haben wird, der ihr noch anklebt. Was in jener Zeit geschah, wird nun wieder geschehen; was Ich damals als Mensch litt, wird nun die Menschheit leiden müssen; das Weltliche muss verachtet, verspottet und gekreuzigt werden wie Mein Jesus-Leib; es soll das Geistige im Menschen auferstehen wie auf Meinem Leibestod die Auferstehung folgte, und es soll eine Annäherung an Mein geistiges Reich und eine Vereinigung mit demselben wie durch Meine Himmelfahrt angedeutet, möglich sein als Siegespreis. Ich ging damals mit dem lebendigen Beispiel voran, und die Menschen müssen nachfolgen; wohl dem, der schon früher Hand anlegt und abstreift was als weltlicher Ballast sein Aufschwingen in höhere Geistesstufen hindert; er gewinnt viel im Voraus, das Herbste aber wird denen zuteilwerden, die zu tief in der Materie stecken und Meinem Ruf zum Erwachen nicht vernehmen wollen. Diesen wird es ergehen wie den Mauern von Jericho, die bei den Posaunenstößen einstürzten, und so werden auch diese der Vernichtung, d.h. der Teilung ihrer Seelenspezifika und Einkleidung derselben in die starre Materie nicht entgehen weil sie, ganz Materie geworden, in das geistige Reich nicht aufgenommen werden können. Nicht umsonst sind die dreiundfünfzig Predigten dieses Buches von Mir für die Menschheit gegeben, für euch und für alle, die jetzt und später durstig nach Lebenswasser lechzen werden; für diese geistig Dürstenden ist es gegeben, damit sie sehen sollen, welche Fülle von Liebe, Wahrheit und Lebenswärme in den von Meinen Jüngern aufgezeichneten Evangelien verborgen liegt, für die aber bis jetzt noch das geistige Verständnis bei der Mehrzahl fehlte. Um dieses Buch (die Evangelien) mit mehr als sieben Siegel euch zu öffnen, und durch selbes den Weg zu Mir und Meinen Himmeln anzubahnen, gebe Ich euch diese Erklärungen (die Predigten), die aber, sollen sie Nutzen bringen, nicht allein gelesen sondern tatsächlich im Leben ausgeübt werden müssen, damit Ruhe, Frieden und Trost allen jenen im vollsten Maß werde die es sich als Lebensziel gesetzt haben, Meine Kinder zu werden. Amen.“ [PH.01_038, Auszug]



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