Die Neuoffenbarung Jesu - Wegbereiter für eine neue Ära der Menschheit
4. Den Herrn und Seine Schöpfung erkennen lernen
„Ihr habt nie Mich noch Meine Welt verstanden, habt nie begriffen, dass Ich andere Absichten mit euch habe, welche oft euren Wünschen zuwiderlaufen müssen, weil ihr oft Nebensachen als Hauptsachen nehmt. Ihr kennt, trotz aller Worte, die Ich euch bis jetzt zuteilwerden ließ, noch nicht, was es heißt geistig leben, was kosmisches Leben ist. Dieses allgemeine Leben, welches das Grundgesetz der ganzen Schöpfung ist, worin ein jedes Warum seine Enträtselung findet, ihr kennt es nicht! Würdet ihr diese großen Gesetze ganz durchschauen können, ihr würdet bei weitem leichter begreifen, dass kein Wesen sich diesen Gesetzen entziehen kann, und dass jeder Übergehung derselben die Strafe auf dem Fuß folgen muss. Solange ihr nicht fähig seid, euch mit großen, tiefen Ideen zu befassen, bleibt ihr an der Scholle dieser kleinen Erde hängen, habt nur einen kleinen Gesichtskreis zu überschauen, der nicht über euer häusliches Leben hinausreicht. Deswegen Meine Worte, Meine Mahnungen, Meine Erklärungen; deswegen Meine vielfachen Aufdeckungen, wie durch das Kleine nur das Große erreicht werden kann, damit ihr Mir folgen sollt, damit ihr auch in eurem irdischen Leben klein werdet, um sodann geistig groß zu wachsen und euch zu erheben und euch hinaufzuschwingen auf jene Höhe des menschlichen Begriffs, wo ihr klar und ruhig den Bildungsverlauf der materiellen Welt in den kosmischen Gesetzen, aber auch deutlich erkennen lernt, wie selbst diese Gesetze geistig und unendlich für den materiellen Anfang, erst in der geistigen Vollendung ihren Kulminationspunkt finden, wo von Stufe zu Stufe vorwärts schreitend, stets euch Mir nähernd, ihr erst erkennen werdet, was Ich als Schöpfer bin. So bedingt sich die Liebe dann von selbst, wenn sie auf Achtung gegründet, nur die natürliche Folge der letzteren ist, da, wenn man den Meister aus Seinen Werken erkennen gelernt, es erst recht begriffen werden kann, welche Eigenschaften Ihn zieren müssen, und warum bei solcher Macht noch so viel Güte und Liebe vorwaltend ist. So nehmt dieses Wort wieder aus Meiner Hand, es ist die Vaterhand, welche euch zu Mir hinaufziehen möchte, verschmäht sie nicht, denn sonst wird der Schaden nur auf eurer Seite sein.“ [Lg.01_023,38-45]
„Lernt doch einmal die Sprache Meiner Natur begreifen! Lernt lesen diese zarte und sanfte Schrift, mit welcher Ich, euer Schöpfer, Herr und Vater in jedes Sandkorn, in jedes Blümchen, bis hinauf in die größten Sonnenwelten die nämlichen Worte stets geschrieben habe: Gott ist die Liebe! Dieses predigt euch die Natur im Kleinen und im Großen. Dieses ruft euch euer eigenes Herz bei jedem Atemzug zu. Dieses sende Ich euch in tausend verschiedenen Formen und Worten durch Meine Knechte und Schreiber. Hört doch einmal diese große Sphärenharmonie, diesen Choralgesang, der aus Millionen Wesen und Produkten Tag und Nacht Mein Loblied singt; seid nicht kalt gegen alle diese großartigen Deutungen, geht vorwärts von Nacht zum Licht, von Welt zum Geist, und werdet Blumen der Demut, Liebe und Sanftmut in Meinen himmlischen Gefilden. Dieses allein bezweckt oder will euer Vater mit all diesen Worten, die Er euch fortwährend aus Seinen Himmeln zur Aufklärung zusendet, beachtet sie wohl, denn sie sollen euch führen, dem Samen gleich, von Nacht zum Licht.“ [Sg.01_010,51-56]
„Alles, was Ich euch bis jetzt durch Meinen Knecht schreiben ließ, hat ja eben den Zweck, euch und Tausenden nach euch kommenden Geschlechtern Meine Schöpfung ins rechte Licht zu stellen; denn es mögen die sozialen Verhältnisse sich wandeln wie sie wollen, es mögen Regierungsformen auftauchen in noch so verschiedenen Formen, zwei Sachen und Dinge werden stets bestehen: Ihr Bewohner der Erde sowie auch andere von größeren Welten werdet stets eine je nach Maßgabe körperliche oder materielle Umkleidung haben, und eure oder jede Welt wird ebenfalls stets aus Materie bestehen, die Leben in sich birgt, um dadurch ihre Mission erfüllen zu können. Daher folgt ein Wort auf das andere, welches Ich euch gebe; denn in allem und überall suche Ich euch zu beweisen, dass ihr nicht allein für diese Welt leben sollt und geboren seid, sondern in allem suche Ich euch aufzuklären, damit ihr den Weg zu Mir finden könnt, der, eben weil ihr materiell und mit materiellen Schöpfungen umgeben seid, deshalb auch durch die Materie nur allein gefunden werden kann. Denn in der materiellen Schöpfung sollt ihr die geistige und in der geistigen Meine unendliche wiederfinden, denn nur so könnt ihr moralisch von Stufe zu Stufe schreiten. Die Lehre allein nützt euch nichts, wenn ihr nicht das Gelesene in euer Gemüt einprägt, mit euch geistig vermengt, damit auch bei euch wahr werde, was einst ein Apostel sagte: Nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir! Lest und begreift alle Worte, die Ich euch gegeben habe. Begnügt euch nicht mit dem flüchtigen Eindruck; denn deswegen habt ihr alle diese Worte nicht erhalten, sondern sucht, wie Ich oben schon sagte, als stoffumhüllte Geister geistig aufzufassen, was euch zu Meinen Kindern stempeln soll. Denn wo Ich und wie Ich denke, so müssen oder sollten wenigstens alle diese denken, welche Ich nach Meinem Ebenbild geschaffen habe. Stolz solltet ihr eigentlich hinaufblicken in jene unermesslichen Räume, von wo nach Tausenden von Jahren erst ein Lichtstrahl auf euer Auge fällt, dass ihr gemäß eurer Organisation fähig seid solches zu ahnen, oder wenn ihr in die Tiefen des Kleinsten hinabsteigt, wo ein Wassertropfen Millionen von Wundern enthält. Aber demütig solltet ihr zugleich dabei zu eurem Schöpfer aufblicken, der trotz eurer körper-ichen Winzigkeit euch diesen Geistesfunken ins Herz legte, dass ihr die Größe der Unendlichkeit teilweise fassen könnt, und vor Liebe und Andacht solltet ihr vor Meiner Allmacht niedersinken, die in ihrer unendlichen Barmherzigkeit euch als geistige Wesen anerkennt, statt als unbedeutende Wesen euch betrachtend, euch an Seine Brust ziehen, euch als Seine Kinder erziehen und euch fühlen lassen will, dass wenngleich eine Vaterliebe auch auf Erden ist, diese doch bei weitem kein schwacher Schattenabriss gegen jene ist, die Ich, als allmächtiger Schöpfer, gegen euch sowie gegen den letzten Wurm im Staub fühle, da Ich alle geschaffenen Wesen stufenweise nach und nach Mir näher führend, alle in einem Reich der Liebe vereinigen will, wo die Materie aufgehört hat und, Geistiges nur Geistiges bildend, eine ewige, stete Seligkeit den Vater mit Seinen Kindern vereinigen soll. Dazu die Mühen und dies der Zweck all Meiner Worte, all Meiner Führungen und all Meiner Schöpfungen, welche, vom Mikro-Kosmos angefangen, selbst beim Makro-Kosmos noch nicht das Ende erreicht haben werden, sondern dort erst wieder in ähnlichen Verhältnissen eine neue Schöpfung ihre Anfänge zu zählen beginnen wird, damit das Wort Unendlichkeit in seiner ganzen Bedeutung von allen erfasst und begriffen, gefühlt und genossen werde.“ [Sg.01_033,08+16+24+27-28]
„Da Ich aber dich zum Lehrer und Führer für die anderen aufgestellt habe und die Kundgebungen, die du durch Mich erhältst, noch weiter hinausreichen sollen als dein Wirkungskreis und deine eigene Lebensdauer umfasst, so soll auch dieses geistige Gesicht [über die Schöpfung] nicht dir allein gegeben, sondern es soll ein allgemeiner, geistiger Blick werden, den dann jeder machen kann, wenn er nicht oberflächlich Meine Natur, sondern geistig mit großen Buchstaben geschrieben lesen will, was die einzigen Worte sind, welche aus allen Winkeln hervorleuchten, heraustönen und hervortreten, nämlich: Gott ist die Liebe! Diese Worte will Ich dir, euch, und der ganzen Menschheit in diesen folgenden Worten zurufen, zeigen und womöglich in jedem Herzen erwecken, damit ihr alle den großen Plan und Zweck eures Schöpfers erkennt, achtet und begreifen lernt. Ich will euch alle führen von Nacht zum Licht, wie dein getreuer Mitarbeiter in Meinem Weingarten, der unermüdliche Busch in Dresden dir erst vor kurzem geschrieben hat.“ [Sg.01_010,05-06]
„Ihr alle, ihr mögt noch so viele Worte der Liebe, der Aufklärung von Mir bekommen, so bleibt ihr doch immer Menschen, beurteilet alles menschlich, und auch am Ende Mich Selbst. Noch erkennt ihr alle nicht, was Tausende nach euch leichter begreifen werden, was diese Gnade besagen will mit Mir, dem Ewigen, euch unsichtbaren Schöpfer, in sichtbaren Verkehr zu treten und Worte zu erhalten, die nicht ein Mensch, nicht ein Engel, sondern Der diktierte, für den eure Erde, euer Sonnen-System, eure Hülsenglobe, selbst der ganze materielle Weltenmensch eine Null, ein kaum bemerkbarer Punkt in Seinem Schöpfungsreiche ist. Der vertrauliche Ton, in dem Ich mit euch rede, die Stimme des Vaters zu Seinem Kind, lässt euch Meine Größe, Meine Macht vergessen, und als Kinder verlangt ihr dann, eben wie Kinder in ihrer Einfalt oft Dinge, die vom anderen Gesichtspunkt angesehen euch wegen der Keckheit erröten machen würden, wo ihr als winzige Menschen, Geschöpfe eines kleiner als ein Sandkorn seienden Erdballs, es wagt, den über alle Begriffe erhabenen Schöpf-er um ein paar Zeilen zu bitten, die ein Bruder seinem lieben Schwesterchen mitbringen will, als irdisches Zeichen oder Briefchen aus den fernen Himmeln. Wie es aber bei euch ebenfalls geht, wenn jemanden einen erwachsener Mann um etwas bitten würde was nicht in der Ordnung ist, ihr diesem eine abschlägige Antwort, wenn aber um das Nämliche ein unmündiges Kind bittet, ihr, statt erzürnt, mit gutmütigem Lächeln eben das gewährt was ihr dem Erwachsenen verweigert haben würdet, so will auch Ich, als euer himmlischer Vater, auf die unschuldige Bitte des Kindes antworten, ihm damit die Freude machen, bei seinem Schwesterchen eine Freude zu bereiten, und will so Gnade für Recht ergehen lassen.
Warum Ich dieses alles vorausschicke, davon ist der Grund, weil wenn ihr Mich um etwas bittet, was euch selbst anbetrifft, Ich euch stets geantwortet und zwar gerne geantwortet habe; nun es sich aber hier darum handelt, einer weiblichen Seele Worte zu spenden, die noch nicht im Mindesten überzeugt ist, dass alles was sie bis jetzt gelesen, wirklich von Mir kommt, und so auch diese hier geschriebenen Zeilen von ihrem Schöpfer kommend, gleichfalls in Zweifel ziehen wird, da sie Meine Stimme, die oft schon zu ihr gesprochen, in einsamen Stunden oder am Krankenbett ihres Kindes, nicht für die nämliche halten wird, als dieselbe, welche jetzt hier zu ihr spricht. Und doch, Mein liebes Kind, es ist doch so; als du trostlos oft zu Mir aufblicktest, und Ich dir Ruhe und Frieden in deine Seele goss, sei es durch direkte Worte, als Stimme deines eigenen Gewissens, oder als Worte, die Ich Meinen treuen Knechten zu verschiedenen Zeiten diktiert hatte, so war es immer der nämliche Schöpfer, der nämliche Vater, der den letzten Wurm im Staub kriechend als wie den größten Engelsgeist nicht aus Seiner Hand entschlüpfen lässt, und der aus Liebe zu allem was Er geschaffen hat, auch dich so auf deinem Weg leitete, die zur Erkenntnis führen, deiner selbst, der dich umgebenden Welt, und deines Vaters und Schöpfers. So Manches des Gelesenen ist in dir bleibend zurückgeblieben, hat deine Ansichten über die materielle und geistige Welt geregelt, damit du Wahres vom Falschen unterscheiden lernst und der Materie keinen größeren Wert gibst als sie verdient; wären diese gelesenen Schriften nicht von Mir, wäre nicht des Geistes Höchstes in selben, so wäre schon längst der kritisierende Menschenverstand herangetreten und hätte dir dieses oder jenes in anderem Licht gezeigt; allein, das was da gegeben, wie es gegeben und von Wem es gegeben wurde, bricht der kritisierenden Lanze die Spitze ab. Wahrheit gibt es nur Eine, und diese kann durch nichts anderes ersetzt werden; so bleibt auch stets das nur wahr, was Ich einst während Meiner Lehrjahre unter euch kleinen Menschen sagte, das in der Bibel teilweise euch aufbewahrt worden ist, und jetzt zu eurem besseren Verständnis erst noch näher ebenfalls wieder durch Meinen eigenen Mund aufgeklärt wird, da die Zeit des richtigen Begreifens stets näher rückt und ich keine unwissende, finstere, sondern klare, lichte Geister in Meinem großen Lichtreich brauche.
Befleißige dich nur, Meine Worte zu verstehen, sie auch tätig auszuüben, so baust du dir selbst das feste Haus, welches Stürme nicht vernichten können, und Stürme und Kämpfe von mancherlei Art werden an dich herantreten; denn nur im Kampf bewährt sich der echte religiöse Geist, der erhaben über weltliche Kalamitäten, doch nur den Blick nach Oben richtend, sein ihm angemessenes Prüfungsleben versteht. Sieh die Welt um dich, deine nächsten Verwandten, sieh deinen Bruder, der soeben liebend dir Trost und Frieden bringen will, Trost und Frieden, die auch er verloren hatte, und welcher nur durch die einzigen Liebesgesetze Meiner ganzen Natur wieder erlangt hat, eben dieser Bruder möchte dir durch frühzeitige Belehrung so manchen bitteren, trostlosen Augenblick ersparen, deren er selbst so manche durchlebt hat, ja durchleben musste, um das zu werden, was er jetzt ist. Höre seine Worte, sie entquellen dem Bruderherzen, das neben allgemeiner Menschenliebe, auch seine nächsten Verwandten nicht vergisst. Wenn du auch zweifelst ob der Worte aus Meinem Mund, so zweifle doch nicht an dem Inhalt derselben, die dir nur Wahrheit, lautere, ungeschminkte Wahrheit darbieten, wie Ich einst während Meines Erdenwandels einfachen Fischern dieselbe gepredigt habe. In jener Zeit sprach Ich: Ich bin nicht gekommen um das Gesetz aufzuheben, sondern es zu ergänzen, und auch jetzt sage Ich zu dir und zu allen: Nicht die Religion, so wie selbe einst von Mir eingeführt wurde, will Ich umstürzen sondern sie nur von den Missbräuchen reinigen, welche seit Jahrhunderten um den goldenen Kern sich angehäuft haben. Meine Lehre ist ein Diamant, er soll leuchten, aller Welt leuchten, damit Licht werde. Und wie einst die materielle Schöpfung durch das Machtwort: Es werde Licht! entstand, ebenso soll jetzt das geistige Machtwort erschallen: Es werde Licht! Licht in allen Herzen, auf dass sie alle erkennen den großen Lichtverbreiter, Der Licht, Leben, Liebe überall verbreitend, Niemanden vergaß, und auch in dein Herz, Mein Kind, den Lichtfunken gelegt hat, der nicht unter der Schale schlechter Gewohnheiten und Begriffe, sondern frei leuchten soll dir zum Trost und anderen zum Führer.
So Mein Kind, empfängst du diese Zeilen; ob du deren Ursprung glaubst oder nicht, hat nichts zur Sache; es genügt, dass du die Wahrheiten befolgst, die dir, nicht Mir zum Besten gereichend, dich näher zu Dem fühlen werden, Der jetzt unaufgefordert dir diese Zeilen senden lässt.“ [NTS.39_73.06.05]
„Nur hier auf diesem nichtigen Klumpen gefesteter, bösester Materie , dem Verbannungsort Meines größten Gegners , vollbrachte ich die Tat Meiner größten Erniedrigung, und eurer größten Erhöhung. O bedenkt doch diesen Schritt! Vergleicht euch mit allen übrigen im weiten Schöpfungsraum lebenden Wesen, vergleicht euch mit den im Geistesmenschen Lebenden, welcher Vorzug ist euch gegeben durch diesen Schritt von Mir; und jetzt durch die Gnade der direkten Mitteilung, wo Ich euch alles aufdecke, Meine Schöpfung euch klarmache und euch hineinschauen lasse in die bisher von niemandem, auch nicht den höchsten Engeln enthüllten Geheimnisse Meiner Macht und Meiner Liebe.
Und wie benehmt ihr euch dagegen! Wie kalt, wie herzlos, bloß aus Neugierde zum Teil getrieben, hascht ihr nach neuen Mitteilungen und vergesst dabei, dass jedes Wort aus Meinem Mund ein Strom geistigen Lichts ist, das weit über alle denkbaren Entfernungen hinaus aus dem Zentrum Meiner Himmel, aus dem Zentrum Meines Herzens und Meiner väterlichen Liebe zu euch kommt, um euch zu erleuchten, zu erwärmen und euch Mir näher zu ziehen. Begreift doch einmal, wie es Meinem Vaterherzen wohltut, wenn Ich sehe, dass Meine Worte so verstanden werden wie Ich sie euch gebe, wenn Ich sehe, wie Mein großer geistiger Himmel sich in euren Herzen abspiegelt, wenn Ich sehe, dass alle Meine Worte, alle Meine materiellen und geistigen Schöpfungen von euch begriffen oder doch wenigstens geahnt werden. Für wen erschuf Ich denn diese zahllosen Wunder, diese zahllosen Licht- und Wärmeträger, die großen Welten und Sonnen; für wen erschuf Ich Meine Geisterhimmel mit all ihren nie versiegenden Freuden, wo eine Minute Äonen Zeitalter des Genusses auf anderen Sonnen und Welten aufhebt. Für wen erschuf Ich alles dieses, alles, was wieder in bildlicher Form Mein eigenes Ich ausdrückt, damit ihr auch bildlich Den sehen und erkennen sollt, der euch alle ans Vaterherz drücken möchte; für wen erschuf Ich denn alles dieses, leite und führe es, legte in alles den Trieb der Selbsterhaltung, damit ja nichts vergehe, was Meinen Kindern einst Freude machen könnte oder beim Anblick ihnen eine Freuden- oder Dankesträne ausgepresst hätte. Für wen anders erschuf ich es als nur für euch, die Ich durch Meine größte Erniedrigung erkaufte, erlöste, und erhoben habe. O bedenkt doch alles dieses, bedenkt, wenn ihr die unermesslichen Schöpfungen und den unendlichen Raum in Gedanken durchfliegt; bedenkt, Der, welcher alles dieses schuf, Der ist es, welcher nichts zum Ersatz will als nur eure Liebe, als nur die Liebe Seines Kindes zu Ihm, dem Vater! Wo ist ein Vater auf eurer Erde, der solch einer Aufopferung fähig wäre, wie Ich sie euch bewiesen habe? – Und was verlange Ich? In zwei Gesetzen habe Ich es mit großer Flammenschrift auf die Schöpfungstafeln Meines Himmels- und Weltenreichs geschrieben: Liebt Gott über alles, und den Nächsten wie euch selbst. Da habt ihr der vielen Worte kurzen, aber großen Sinn. Vollführt diese beiden Liebesgebote eures Vaters im Himmel, und Er wird euch dafür Seligkeiten bereiten, die keines Menschen Auge je gesehen und keine Menschenbrust je gefühlt hat. Hier habt ihr dieses langen Wortes kurze Deutung. Die Erschaffung des großen Weltenmenschen, die Erschaffung des großen Geistesmenschen, alles dieses stürzte in ein Chaos zusammen, wäre ohne Zweck und Grund, würde die Liebe mangeln.
Liebe, Licht und Leben, drei lebendige Worte Meiner Schöpfung, beherzigt sie wohl! Ohne Liebe kein Licht, und ohne Licht keine Wärme. Wo in eurem Tatenleben diese drei Worte nicht gegründet sind, ist Hass, Finsternis und Tod. Liebt Mich, erleuchtet euer Herz, und erwärmt eure Nächsten, und die ganze Schöpfung jubelt euch entgegen; denn ihr habt mit diesen das Vaterherz besiegt, habt euch zu Seinen Kindern erhoben und dem Himmel Gewalt angetan. – Dieses bedenkt, und erkennt einmal ganz die Wichtigkeit Meiner Mitteilungen! Amen.“ [Sg.01_013,71-85]
„Daher Meine Worte zu euch, daher die Verschiedenheit derselben, daher Meine Erklärungen von allem Geschaffenen, um euch eure geistigen Augen zu öffnen. Seligkeiten über Seligkeiten habe Ich geschaffen; aber nicht für Blinde, nein, sondern für Sehende, welche geistig sehen, geistig begreifen sollen, Wer sie führt, und wohin Er sie führen will. Sehende will Ich in Meiner Schöpfung haben, die Meine Werke bewundern und aus ihnen den Schöpfer derselben erkennen und Ihn lieben lernen sollen. Sehende will Ich haben, die klar begreifen sollen, dass sie nicht für die Spanne Zeit, bei euch Leben genannt, geschaffen wurden, sondern die einsehen sollen, dass sie, eben weil sie unsterblich sind, den Keim des Göttlichen in sich tragen; aber auch ihn zur Geltung bringen sollen, um Meine Welt und Mich ganz zu verstehen. Sehend will Ich Meine Kinder haben, damit sie in dem Bewusstsein des Unendlichen oder Unsterblichen begreifen sollen, wessen Bürger sie sind, dass sie Bürger eines Geisterreichs waren, und es wieder werden müssen, wo die geistige Sonne nie untergeht, sondern wo alles Licht, von Mir ausströmend, dem kleinsten Atom wie dem menschlichen Geist sein Licht gibt, wenn er es benutzen will zur Erkenntnis, dass er selbst als ein unendliches Wesen von einem unendlichen Gott geschaffen wurde.“ [Lg.01_027,39-43]